GNTM 2013 – mit Hüftmaßen von 100 cm immer noch Top Ten

Da staunt der Zuschauer, da stöhnt der Designer: Kandidatin Christine ist trotz Hüftmaßen von unaussprechlichen 100 cm immer noch dabei und zwar unter den Top Ten! Wer meint, das wäre keinen Artikel wert, der hat sich geirrt. Als außenstehender Zuschauer beim Modezirkus, der sich hauptscählich um schöne große schlanke Frauen (und Männer..) und schöne Hüllen für kaum geformte Körper dreht, musste man bei der aktuellen Folge doch staunen. Christine, die immer wieder auf ihre breiten Hüften angesprochen wird – und auch tatsächlich kaum Jobs bekommt – hat nach ständigem Ermahnen endlich angefangen ordentlich Sport zu treiben und ihren Body zu shapen. Beim Catwalk überrascht sie die Jury mit einer sportlichen Einlage und man will ihre ersten Erfolge nach dem harten Training messen: Doch was ist geschehen? Die für den Zuschauer gesund schlanke und sportliche Christine hat nicht mehr nur Hüftumfang 98, sondern sage und schreibe noch 2 cm zugelegt und ist bei bösen 100 cm angelangt.

Heidi und Kollegen sind culanter als erwartet

Doch was geschieht, statt einem entsetzten Aufschrei und einem sofortigen Rausschmiss aus den Top Ten? Die Jury guckt etwas verdutzt und findet sich damit ab, dass Christinchen noch mehr Sport machen und auf Süßigkeiten verzichten muss. – Da sind wir aber platt!! Damit hätten wir nicht gerechnet, ging man doch bislang davon aus, dass in diesem knochendünnen Business schon ein Hüftumfang von 93 cm absolut karrieretödlich sei! Aber nicht so bei Heidi, Thomas und Enrique, die drei kommen gar nicht auf die Idee, die ‚breithüftie# Kandidatin achkantig (oder -rundig) rauszuschmeißen, mit keinem Ton! Wir von „Was das Leben und uns schöner macht“ finden das nun wieder extrem sympathisch, nachdem die Jury zuletzt beim Rausschmiß von Janna noch Minuspunkte gesammelt hatte.

Trotzdem gab es auch in dieser Runde wieder unnötiges Gemäkel an den Figuren der Kandidatinnen und Belehrung in Sachen Ernährung. Wir finden: Die Kandidatinnen sind fast alle zum Umpusten dürr und sollten lieber an Kraft zulegen! Aufhören mit dem Diät-Wahn!

Dünnsein ist kein Schönheitsideal

Das ewige Reduzieren auf sogenannte Idealmaße, die kein Gramm Fett erlauben, nervt die Allgemeinheit ohnehin schon. In solchen Sendungen sollte man dieses Thema also eigentlich nicht ausreizen. Mit viel Wohlwollen und kritischer Distanz kann man ja verstehen, warum bestimmte Maße gefordert und gefragt sind: Damit die Designer ihre Laufsteg-Kleidung für eine bestimmte Norm schneidern können und nicht dauernd das Problem haben, dass ein Kleid dem einen Model zu eng ist und dem anderen nicht. Krankhaft ist dabei nur, dass die Maße bzw. die Größen dabei immer weiter nach unten gerutscht sind. Früher galt Größe 36 als richtig schlank, inzwischen gilt 32/34 auf dem Laufsteg als Norm. Eine Größe, die es bis vor einigen Jahren in den meisten Mode-Geschäften gar nicht vorrätig gab. Normalgewichtige, durchschnittlich große Frauen (und Models sind sogar über 1,70 m groß..) haben keine 32/34, das ist eine Größe für Teenager, die noch wachsen..

Also zurück zu den Designern: die wollen es einfach haben, wenig Stoff vernähen für ihre Laufsteg-Ware und vor allem, dass die Models in ihren Kleidern immer schlank aussehen. Das geht am besten, wenn sie sowieso spindeldürr sind. Das sollte man sich einfach immer wieder bewusst machen. Junge Mädchen übernehmen aber leider diese vorgegebenen Normen als Schönheitsideal. Doch was die Mode-Industrie braucht, um zu sparen und ihre Kleidung als verschlankend aussehen zu lassen, sollte sich nicht dauernd als Ideal durchsetzen. Hier kann jedes Mädchen, jede Frau bei sich und ihrer Umgebung anfangen und einen Gegenpol zum Wahnsinn auf den Laufstegen und in der Modelwelt schaffen.

Langer Rede, kurzer Sinn: Wir finden es absolut super, dass Christine mit ihren gesunden Hüftmaßen noch dabei ist – und das auch noch

 

Wir sind ein kleines Team von Modefreundinnen, die hier über interessante Marken, Produkte und Online-Shops berichten.

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