Hier findest du die beliebtesten Gitarren-Marken für deinen perfekten Sound, egal ob du blutiger Anfänger oder erfahrener Profi auf der Suche nach dem heiligen Gral bist.
Warum die beliebtesten Gitarren-Marken dein Spiel verändern
Mal ganz unter uns: Du kannst natürlich auf einer Sperrholz-Klampfe vom Discounter spielen, aber fühlt sich das gut an? Eben. Wenn du eine dieser Ikonen in die Hand nimmst, passiert etwas Magisches. Es ist dieser „Mojo“, von dem alle reden. Hier sind fünf knallharte Gründe, warum du beim Gitarre kaufen auf die großen Namen setzen solltest:
- 🎸 Wiederverkaufswert aus Stahl: Eine Gibson oder Fender ist wie eine Aktie, die man anfassen kann. Billigmarken sind nach dem Kauf quasi wertlos.
- 🛠️ Unkaputtbare Hardware: Stimmstabilität ist kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Die Top-Brands verbauen Mechaniken, die auch nach drei Stunden Bühne noch die Stimmung halten.
- 🔊 Der Sound deiner Helden: Du willst klingen wie Slash oder Gilmour? Dann brauchst du das Werkzeug, das sie benutzen. Punkt.
- 🖐️ Haptik und Bespielbarkeit: Ein gut verarbeiteter Hals, bei dem die Bünde nicht in die Finger schneiden, sorgt dafür, dass du mehr übst. Und mehr Üben = besserer Gitarrist.
- ❤️ Emotionale Bindung: Es ist einfach ein geiles Gefühl, den Koffer zu öffnen und ein Logo zu sehen, das Musikgeschichte geschrieben hat.
Der ewige Kampf der Titanen: Fender vs. Gibson
Es ist wie Beatles gegen Stones oder Ketchup gegen Mayo. An diesen beiden kommt niemand vorbei. Sie haben die E-Gitarre, wie wir sie heute kennen, definiert.
Fender: Der unzerstörbare Arbeiter
Leo Fender war kein Musiker, er war Radio-Reparateur. Und genau so fühlen sich seine Gitarren an: Wie präzise Werkzeuge, die funktionieren. Wenn du eine Stratocaster oder Telecaster in die Hand nimmst, merkst du sofort: Die Dinger sind modular. Hals kaputt? Schraub nen neuen dran. Lack ab? Nennt sich „Relic“ und kostet extra.
Ich erinnere mich an meine erste mexikanische Strat. Der Hals fühlte sich an wie ein alter Baseballschläger – im besten Sinne. Der Sound? Dieser typische „Twang“ und das „Glockige“, das du sonst nirgendwo kriegst. Fender-Gitarren (besonders die mit Single-Coil-Tonabnehmern) schneiden durch jeden Bandmix wie ein heißes Messer durch Butter.
- Für wen? Für alle, die Funk, Blues, Rock oder Country spielen und ein Instrument wollen, das man auch mal gegen den Verstärker lehnen kann, ohne einen Herzinfarkt zu bekommen.
- Modelle: Stratocaster (Vielseitig), Telecaster (Bissig), Jazzmaster (Hipster & Indie).
Gibson: Die launische Diva
Ah, Gibson. Wir lieben sie, wir hassen sie. Eine Les Paul zu spielen, ist Arbeit. Sie ist schwer, der Hals ist oft dick (manche sagen liebevoll „Baumstamm“), und wehe, sie fällt dir um – die Kopfplatte bricht schneller ab, als du „A-Moll“ sagen kannst. Aber dann… dann steckst du sie in einen Marshall-Amp.
Verdammt. Dieser Sound. Fett, warm, sustainreich bis nächste Woche. Das ist der Sound von Classic Rock, von schwerem Blues, von Metal. Gibson steht für Tradition (und manchmal leider auch für schwankende Qualitätskontrolle, seien wir ehrlich). Aber wenn du eine gute erwischt, gibst du sie nie wieder her.
- Für wen? Rock-Götter, Metalheads und Jazzer, die diesen dicken Humbucker-Sound brauchen.
- Modelle: Les Paul (Der Klassiker), SG (AC/DC lässt grüßen), ES-335 (Semi-Hollow Traum).
Wer gewinnt das Duell?
Es gibt keinen Gewinner. Du brauchst eigentlich beide. Eine für die cleanen, funkigen Sachen (Fender) und eine für das Brett (Gibson). Wenn du dich entscheiden musst: Nimm Fender für Komfort und Vielseitigkeit, nimm Gibson für Attitüde und Fettness.
Die modernen Shredder: Ibanez & Co.
Während Fender und Gibson sich auf ihren Lorbeeren ausruhten, kamen in den 80ern Marken, die sagten: „Wir wollen schneller, lauter und präziser spielen.“ Willkommen in der Welt der Superstrats.
Ibanez: Dünne Hälse für flinke Finger
Wenn du die beliebtesten Gitarren-Marken im Metal-Bereich suchst, landest du zwangsläufig bei Ibanez. Warum? Wegen der Hälse. Die „Wizard“-Hälse sind so flach, dass du fast glaubst, du greifst ins Leere. Das macht schnelle Läufe, Sweeping und Tapping extrem einfach.
Dazu kommt oft Design, das „Zukunft“ schreit. Scharfe Kanten, wilde Lackierungen. Aber unterschätze Ibanez nicht als reine Metal-Bude. Ihre Semi-Hollows (Artcore-Serie) sind fantastische Jazz-Gitarren für einen Bruchteil des Preises einer Gibson.
- Besonderheit: Oft ausgestattet mit 24 Bünden und Floyd Rose Tremolos, mit denen du dein Instrument quälen kannst, ohne die Stimmung zu verlieren.
ESP / LTD: Wenn Metallica anruft
ESP (und die günstigere Tochter LTD) haben den Markt für Heavy Metal fest im Griff. James Hetfield und Kirk Hammett spielen sie nicht ohne Grund. Diese Gitarren sind oft mit aktiven Tonabnehmern (EMG) ausgestattet, die so viel Output haben, dass dein Verstärker schon zerrt, wenn du ihn nur böse ansiehst.
Die Verarbeitung ist – selbst bei den günstigeren LTD-Modellen – oft erschreckend gut. Wo Gibson manchmal patzt, liefert LTD in der 1000er-Serie ab wie ein Uhrwerk.
Jackson: Der Pionier der High-Performance
Grover Jackson hat quasi die „Superstrat“ erfunden. Randy Rhoads hat das Design unsterblich gemacht. Jackson-Gitarren haben oft diesen typischen „Haifischflossen“-Look bei den Inlays und spitz zulaufende Kopfplatten, mit denen man im Notfall jemanden aufspießen könnte (bitte nicht nachmachen). Sie sind die Urväter des Shreddings.
PRS: Der luxuriöse Friedensstifter?
Lange Zeit galt: Entweder Fender oder Gibson. Dann kam Paul Reed Smith (PRS). Er dachte sich: „Warum nicht die Mensur (Saitenlänge) genau zwischen Fender und Gibson legen und die Bauqualität auf ein Level heben, das an Wahnsinn grenzt?“
Qualität, die fast schon langweilig ist
Viele spotten, PRS seien „Zahnarzt-Gitarren“ – weil sie teuer sind und oft in Vitrinen von gut betuchten Hobbyisten stehen. Aber das ist unfair. Eine PRS Core-Model aus den USA ist handwerklich Perfektion. Da steht kein Bundstäbchen über, die Lackierung ist makellos, die Decken sehen aus wie 3D-Kunstwerke.
Der Sound ist oft ein Chamäleon. Eine PRS Custom 24 kann fast wie eine Strat klingen und fast wie eine Les Paul, hat aber ihren eigenen, sehr mittigen und durchsetzungsfähigen Charakter.
Die berühmten Vögel
Man kann nicht über PRS reden, ohne die „Bird Inlays“ zu erwähnen. Statt schnöder Punkte fliegen Vögel über das Griffbrett. Kitschig? Vielleicht. Cool? Auf jeden Fall. Es ist das Markenzeichen einer Marke, die sich im High-End-Sektor etabliert hat wie keine zweite in den letzten 40 Jahren.
Akustische Träume: Martin vs. Taylor
Wir ziehen den Stecker. Bei Akustikgitarren gibt es zwei Lager, die die beliebtesten Gitarren-Marken dominieren.
C.F. Martin & Co.: Die Ur-Mutter
Martin baut seit 1833 Gitarren. 1833! Die haben die „Dreadnought“-Form erfunden – das ist die Form, die du im Kopf hast, wenn du „Westerngitarre“ hörst. Eine Martin D-28 ist der Standard. Punkt. Sie klingen warm, bassig, komplex und riechen nach Holz, Geschichte und Lagerfeuer. Wenn du Singer-Songwriter bist und diesen klassischen Johnny Cash oder Neil Young Vibe willst, führt kein Weg an Martin vorbei.
Taylor: Der moderne Rebell
Bob Taylor macht alles anders. Er nutzt CNC-Maschinen, schraubt die Hälse an (was bei Akustikgitarren als Sakrileg galt) und setzt auf Nachhaltigkeit. Der Sound? Heller, moderner, „hi-fi“. Eine Taylor setzt sich im Mix unglaublich gut durch.
Und die Bespielbarkeit? Ein Traum. Taylor-Gitarren spielen sich oft so leicht wie E-Gitarren. Wer also von der E-Gitarre kommt, wird sich bei Taylor sofort zu Hause fühlen.
Interaktiver Check: Welcher Gitarren-Typ bist du?
Finde heraus, zu welchem Tribe du gehörst!
- Der Purist: Du glaubst, dass der Ton in den Fingern liegt. Du hast nur ein Kabel zwischen Gitarre und Amp.
- Deine Marke: Fender Telecaster oder Gibson Les Paul Junior.
- Der Tüftler: Dein Pedalboard ist größer als deine Wohnung. Du suchst nach dem perfekten Ambient-Sound.
- Deine Marke: Fender Jazzmaster oder eine Duesenberg.
- Der Athlet: Du übst Skalen beim Fernsehen. Schnelligkeit ist alles. Dein Gain-Regler steht auf 11.
- Deine Marke: Ibanez, Jackson oder ESP.
- Der Soulman: Du spielst wenig Noten, aber die müssen sitzen. Du willst, dass die Gitarre „singt“.
- Deine Marke: Gibson ES-335 oder PRS.
Fazit: Hör auf deinen Bauch (und deine Hände)
Es gibt tausende Meinungen da draußen, aber am Ende zählt nur eines: Inspiriert dich das Instrument? Die beliebtesten Gitarren-Marken haben ihren Status nicht im Lotto gewonnen. Sie haben ihn sich über Jahrzehnte auf den Bühnen dieser Welt erarbeitet.
Ob du nun Team Fender, Team Gibson oder ein Ibanez-Shredder bist, ist egal. Hauptsache, du spielst. Geh in einen Laden. Nimm sie in die Hand. Mach die Augen zu. Wenn es sich richtig anfühlt, ist der Name auf der Kopfplatte eigentlich zweitrangig – aber es schadet nicht, wenn es ein guter ist. 😉
Hier sind die drei wichtigsten Dinge, die du mitnehmen solltest:
- 🎸 Investiere in Qualität: Eine gute Marke hält ein Leben lang und macht mehr Spaß.
- 👂 Probieren geht über Studieren: Youtube-Videos lügen. Du musst das Ding fühlen.
❤️ Keine Angst vor Klischees: Es ist okay, eine Strat zu wollen, weil Clapton eine spielt. Das ist Teil des Spaßes.
Gastartikel von Armin B.
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