Weihnachts-Geschenkidee Stings Album „If on a Winter’s Night“

Jahrelang hab ich den Meister der sanften Rocktöne ignoriert. Seine Songs und die seiner Band „Police“ liefen früher im Radio rauf und runter, man musste sich wirklich kein Album holen, um seine Stimme zu hören. „Roxanne“ und „So lonely“ wurde von sämtlichen Bands meines Umfelds gecovert und man begann Sting zum Mainstream zu zählen.

Meine Ignoranz kam aber sicherlich auch daher, dass unser hochbegabter Bassist/Singer/Songwriter eine Neigung zur eitlen Selbstdarstellung hatte. Seine leicht exzentrischen Auftritte mit nacktem Oberkörper gingen mir schlichtweg auf den Keks. So konsumierte ich einfach die guten Hits, zählte Sting und seine Bands halt zu den Pop-Rocktitanen – denn so ganz harte Rockmusik produzierten sie ja auch nicht – und ließ die anderen ein Album nach  dem anderen vom Großmeister kaufen.

Sting heißt eigentlich Gordon Matthew Thomas Sumner und sein berühmtes Pseudonym ergab sich nur aus einem Gag mit seinen Bandkollegen, als er einen schwarz-gelben Pullover trug und jemand rief „Gordon’s got a sting!“. So weit so gut, Sting gehörte eben zur Musikwelt hinzu, interessierte mich aber nicht besonders.

Das änderte sich schlagartig, als er 2009 sein Winteralbum „If on a winter’s night“ herausbrachte und ein wahrhaft geheimnisvoll zauberhaftes Konzert mit Songs aus diesem Album im Fernsehen lief. Es fand in einer großartig ausgeleuchteten und stimmungsvoll dekorierten Kirche statt, die den mittelalterlichen Sound voll und ganz zum Erklingen brachte. Seine Mit-Musiker, zum Teil mit mittelalterlichen Instrumenten spielend, passten perfekt ins ‚Klangbild‘ (in doppeltem Sinne). Besonders schön sticht für mich die Harfe hervor.

Sting zur Entstehung des Albums plus Songs:

Sting passt bei „If on a winter’s night“ seine raue und wohlklingende Stimme genau auf die mittelalterlichen Sounds an, trotzdem wirken die Songs nicht wie kirchliche Lieder oder wie mittelalterliche Gesänge, sondern merkwürdig zeitlos, warm, mystisch geheimnisvoll und voller Bedeutsamkeit. Ein wenig hat man das Gefühl, man hört hier die Ewigkeit – fernab von unserer modernen Hektik – und es wird nur übrig gelassen, was wirklich wichtig ist.

Ein Weihnachtsalbum, das für mich alle anderen Christmas-Compilations in den Schatten stellt. Selten erlebt man so eine tiefe bedächtige Winter-Weihnachtsstimmung. Natürlich ist dieses Album auch etwas für Weihnachtsmuffel, nicht umsonst hat der Altmeister dem Album den Namen „If on a Winter’s Night“ gegeben, denn es fängt einfach eine romantisch ruhige Winterstimmung ein.

Fazit: Für mich auch drei Jahre nach Erscheinungsdatum immer noch ein sehr schönes Weihnachtsgeschenk!

P.S.: Wem dieses Album gefällt, der sollte sich auch Stings Album aus 2006 „Songs from the Labyrinth“ holen, hier begann er schon seine Experimente mit mittelalterlichem Sound und alten Volksweisen und Liedern.

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Stings Alben kann man natürlich auch bei eBay finden.

J-F.P.

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