Wem stehen High-Waist Hosen?

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Eins vorneweg: die topmodischen High-Waist Hosen sind nicht immer die erste Wahl, wenn es um die Figur geht. Soll heißen: Es stimmt einfach nicht, dass sie jeder Figur schmeicheln. Schon ein kleines Bäuchlein zeichnet sich auffällig ab und man wäre mit einem anderen Hosenschnitt oder einem langen Oberteil darüber besser beraten. Vor der Kaufentscheidung sollte ein wirklich kritischer Blick im Spiegel erfolgen. Wir müssen nicht jeden Trend mitmachen und nicht jede High-Waist Hose ist ein Figurschmeichler.

Allgemein kann dieser Schnitt schon die Beine optisch verlängern und betont die Taille. Trotzdem ist es nicht so, dass er kleinen Frauen besonders gut stehen würde. Manchmal verschieben sich so optisch die Proportionen und plötzlich wirkt der Oberkörper zu kurz.

Ohne Frage sind High-Waist Hosen sehr bequem zu tragen! Endlich rutscht hinten nicht mehr das Hemd hoch und man zeigt zu viel Rücken. Alles sitzt perfekt. Außer, die Hose ist zu eng, dann ist auch dieser Schnitt nicht so angenehm.

Wozu High-Waist Schnitte?

High-Waist Schnitte gibt es aktuell für Jeans, Stoffhosen, Röcke, Shorts und natürlich auch Bademode. Sie lenken den Blick auf die Taille, Oberweite und machen an sich die Beine länger. Ist aber der Hüft- und Pobereich recht auffällig, so betonen diese Schnitte diese Zone zusätzlich. Wenn ihr das wollt, ist das o.k., wollt ihr lieber kaschieren, dann ist der Schnitt genau falsch.

Ist man sehr schlank, steht einem sowieso jeder Schnitt, ob die Hüfthose, die halbhohe Hose oder der taillenhohe Schnitt. Besonders schmale Röcke werden mit diesem Schnitt so richtig sexy. Und sie sitzen halt auch top.

Aktuell trendy: Die High-Waist Hose mit dem Crop-Top kombinieren. Aber nicht zu viel Bauch zeigen.

In den 80ern absolut Standard

Wer von unseren Lesern älter als 30 Jahre ist, wird eh nur gähnen: Die taillenhohe Jeans war in den 80er Jahren Standard. Es gab gar keinen anderen Schnitt! Ja, schwer vorzustellen, aber die Hüftjeans war eine echte Revolution. Der hohe Bund war gar nix Besonderes. Damals trug man aber alles eng und die Jeans endeten eine Zeitlang über dem Knöchel bzw. noch einige Zentimeter darüber. Das waren dann die Karottenschnitte.

Heute feiert der Schnitt ein richtiges Comeback. Anders als in den 80er hat man durch neue Materialien viel mehr Möglichkeiten. Die tollen Stretchmaterialien lassen die Skinny Jeans mit taillenhohem Bund absolut toll aussehen. Früher hatte man nämlich nur steife Jeansstoffe. Cool ist eine Skinny Hose von Tally-Weijl. Sie sitzt wie angegossen und macht lange Beine.

Natürlich muss man nicht immer so viel Figur zeigen mit dem Schnitt und kurze Oberteile tragen oder das Hemd in den Bund stecken. Ihr könnt auch ganz lässig nur vorne das Oberteil einstecken oder ein Teil der Bluse.

Doch checkt immer unbedingt vor dem Spiegel, ob eure neue taillenhohe Hose wirklich besser aussieht, als die Hüfthose. Es ist auch wichtig, wo die Po-Taschen sitzen, damit sie vorteilhaft wirken. Ebenso kann sie bei besonders ausgeprägten Rundungen einfach too much sein.

Um zur Eingangsfrage zurückzukehren: Besonders große Frauen wirken damit noch größer, was nicht immer von Vorteil ist. Besonders kleine Frauen wirken größer, wenn sie schlank sind. Wer eher kleine und pummelig ist, sollte genau vor dem Spiegel checken, ob der Schnitt gut aussieht. Bei Shorts ist dieser Schnitt auch nicht immer toll. Manchmal sieht man darin ein bisschen so aus, als würde man eine Windel tragen. Wer eine schmale Taille und nicht zu breite Hüfte hat, fährt mit diesem Schnitt gut. Alle anderen sollten genau überlegen. In jedem Fall ist der Hype um diesen Schnitt etwas übertrieben. Selbst eine Lena Meyer Landruth, die klein und zierlich ist, tut sich mit der High-Waist-Hose keinen Gefallen und sieht in Hüftjeans einfach besser proportioniert aus.

 

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