Kürbisse als Deko lieben viele, besonders trendy und beliebt sind aber jetzt kuschelige Kürbisse, gerne selbst gestrickt. Sie lassen sich relativ einfach herstellen, brauchen nicht viel Material und können farblich genau an die eigene Einrichtung angepasst werden.
Und warum müssen gestrickte Kürbisse eigentlich immer orange sein? Natürlich passen kräftige Kürbisfarben wie Orange, Rostrot, Senfgelb oder warmes Braun wunderbar zum Herbst. Aber auch Weiß, Creme, Beige, Altrosa, Salbeigrün oder zarte Blautöne sehen ausgesprochen hübsch aus. Besonders mehrere Kürbisse in unterschiedlichen, aber harmonisch aufeinander abgestimmten Farben ergeben eine schöne kleine Herbstlandschaft.
Das brauchen Sie
Für einen mittelgroßen gestrickten Kürbis benötigen Sie:
- etwa 50 g Strickgarn
- passende Stricknadeln
- Füllwatte
- eine Wollnadel zum Vernähen
- Schere
- etwas Garn oder Juteschnur für den Stiel
Für die Kürbisse eignet sich nahezu jedes etwas voluminösere Garn. Besonders schön wirken Baumwollgarn, Wollmischungen oder weiches Chunky-Garn. Je dicker das Garn, desto schneller wächst der Kürbis und desto rustikaler wirkt er.
Ein einfacher gestrickter Kürbis
Die einfachste Variante entsteht aus einem gestrickten Rechteck. Dafür müssen Sie keine komplizierte Kürbisform stricken – die typische Form entsteht später durch das Zusammennähen, Ausstopfen und Abbinden.
1. Maschen anschlagen
Für einen mittelgroßen Kürbis können Sie beispielsweise 24 bis 30 Maschen anschlagen.
Die genaue Zahl hängt von der verwendeten Wolle und der gewünschten Größe ab. Wer einen kleinen Kürbis für ein Regal oder einen Adventskranz möchte, nimmt entsprechend weniger Maschen. Für einen größeren Bodenkürbis werden mehr Maschen angeschlagen.
2. Das Strickstück arbeiten
Stricken Sie nun ein Rechteck. Besonders hübsch wirkt ein Rippenmuster aus 1 Masche rechts und 1 Masche links, weil dadurch später die typische gerippte Kürbisstruktur entsteht.
Sie können aber genauso gut glatt rechts stricken. Das ist vor allem für Anfänger praktisch.
Stricken Sie so lange, bis das Stück ungefähr so hoch ist, wie der Kürbis später breit sein soll. Für einen mittelgroßen Dekokürbis sind etwa 15 bis 20 cm eine gute Ausgangsgröße.
3. Zum Schlauch schließen
Legen Sie das Strickstück zusammen und nähen Sie die beiden kurzen Seiten mit der Wollnadel zusammen.
Nun haben Sie einen kleinen Schlauch.
An einem Ende wird der Schlauch mit einem langen Faden rundherum zusammengezogen. Ziehen Sie den Faden zunächst noch nicht vollständig fest.
4. Den Kürbis ausstopfen
Drehen Sie das Werkstück auf die richtige Seite und füllen Sie es mit Füllwatte.
Dabei darf ruhig etwas großzügiger ausgestopft werden. Der Kürbis sollte schön prall sein, aber nicht so stark, dass das Strickmuster völlig auseinandergezogen wird.
Anschließend wird auch die zweite Öffnung mit einem Faden zusammengezogen und verschlossen.
5. Die typische Kürbisform entsteht
Jetzt kommt der kleine Trick, durch den aus einem einfachen gestrickten Säckchen ein Kürbis wird.
Fädeln Sie einen stabilen Faden durch die Mitte des Kürbisses und führen Sie ihn von oben nach unten. Ziehen Sie ihn vorsichtig zusammen und wiederholen Sie das Ganze an mehreren Stellen rund um den Kürbis.
So entstehen die charakteristischen Kürbisrippen.
Je stärker Sie den Faden anziehen, desto ausgeprägter werden die einzelnen Segmente.
6. Einen kleinen Stiel anbringen
Zum Schluss bekommt der Kürbis noch einen Stiel.
Dafür können Sie beispielsweise:
- ein Stück Juteschnur verwenden,
- einen kleinen Ast nehmen,
- einen kurzen Stiel aus braunem Filz basteln
- oder selbst ein kleines Stückchen stricken.
Besonders natürlich sehen kleine Ästchen aus. Bei einem weißen oder pastellfarbenen Kürbis darf der Stiel dagegen ruhig etwas dekorativer ausfallen.
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Welche Farben eignen sich für gestrickte Kürbisse?
Hier darf man ruhig etwas experimentieren.
Klassische Herbstfarben
Orange, Kürbisgelb, Rostrot, Senf, Dunkelgrün und warme Brauntöne bringen sofort Herbststimmung ins Haus. Sie passen besonders gut zu Holz, Naturmaterialien, Trockenblumen und herbstlichem Laub.
Weiß und Creme
Weiße Kürbisse würde ich auf jeden Fall mit aufnehmen. Sie wirken ruhig, elegant und weniger rustikal als orangefarbene Varianten. Creme, Wollweiß und Beige lassen sich außerdem sehr gut miteinander kombinieren.
Pastelltöne
Auch Pastellfarben sind eine schöne Möglichkeit. Zartes Rosa, Rosé, Salbeigrün, Hellblau oder ein gedämpftes Flieder wirken zusammen mit dem Strick besonders weich und gemütlich.
Das ist interessant für alle, die zwar saisonal dekorieren möchten, aber keine kräftigen Herbstfarben in ihrer Wohnung haben möchten.
Besonders schön: eine gemischte Kürbisgruppe
Statt alle Kürbisse in derselben Farbe zu stricken, können Sie auch eine kleine Farbgruppe zusammenstellen.
Zum Beispiel:
Creme + Beige + Altrosa + Salbeigrün
oder etwas herbstlicher:
Orange + Rost + Senfgelb + Creme
Oder ganz modern:
Weiß + Hellgrau + Salbeigrün + gedämpftes Blau
So wirken die einzelnen Kürbisse nicht wie identische Dekoartikel, sondern wie eine kleine bewusst zusammengestellte Sammlung.
Verschiedene Größen ausprobieren
Die Kürbisse müssen übrigens nicht alle gleich groß sein. Gerade eine Mischung aus kleinen, mittleren und größeren Exemplaren sieht besonders schön aus.
Kleine gestrickte Kürbisse eignen sich für:
- Tabletts
- Regale
- Fensterbänke
- Herbstkränze
- Schalen und Körbe
Größere Varianten können dagegen als Bodendekoration oder neben einem Sessel beziehungsweise einer Kommode eingesetzt werden.

Eine kleine Deko-Idee zum Schluss
Besonders gemütlich wird die Herbstdekoration, wenn Sie die gestrickten Kürbisse mit anderen natürlichen Materialien kombinieren. Ein Korb, etwas Moos, getrocknete Blätter, Zweige oder Gräser und vielleicht eine kleine Kerze reichen schon aus.
Und wer mag, kann die Kürbisse sogar über den Herbst hinaus stehen lassen. Weiße, beige oder pastellfarbene Exemplare wirken schließlich nicht ausschließlich herbstlich, sondern passen auch wunderbar in eine spätere Winterdekoration.
Das Schöne an gestrickten Kürbissen
Sie müssen nicht perfekt sein. Gerade kleine Unterschiede bei Größe, Form und Farbe machen den Charme der selbst gestrickten Kürbisse aus. Und wenn nach dem ersten Exemplar noch Wolle übrig ist, kann daraus gleich die nächste Variante entstehen.
Ob klassisches Kürbisorange, natürliches Cremeweiß oder zartes Pastell – erlaubt ist, was zur eigenen Herbstdeko passt.
Das Bild habe ich ebenfalls schon so angelegt, dass klassische Herbstfarben und die helleren Varianten nebeneinander vorkommen. Dadurch sieht man auf einen Blick, dass Weiß und Pastell keine „fremden“ Farben sind, sondern bei gestrickten Kürbissen sehr gut funktionieren.

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